Name der Teilnehmerin: Philine Kowol
Projekttitel: OrKA: Orchestrator für Konversationelle Agenten in Multi-Agenten-Systemen
Beschreibung des IT-Forschungsprojektes:
Im Projekt OrKA wird ein Orchestrator-Agent für textbasierte Multi-Agentensysteme erforscht und prototypisch entwickelt. Ziel ist es, die Zusammenarbeit spezialisierter Konversationsagenten in großen, heterogenen Systemlandschaften zu ermöglichen und zugleich eine konsistente Nutzerinteraktion bereitzustellen.
In Unternehmen wie Bosch entstehen zunehmend zahlreiche spezialisierte KI- und Dialogagenten für unterschiedliche Produkte, Marken, Services und interne Prozesse. Diese Agenten werden häufig unabhängig voneinander entwickelt und basieren auf unterschiedlichen Technologien, Frameworks oder Kommunikationsschnittstellen. Dadurch entstehen fragmentierte Systemlandschaften mit redundanten Funktionen, inkonsistenten Nutzererlebnissen und erschwerter Wartbarkeit.
Das Projekt untersucht daher, wie ein zentraler Orchestrator-Agent Aufgaben intelligent an geeignete Agenten verteilen, mehrere Agenten koordinieren und Antworten zu einer konsistenten Interaktion zusammenführen kann. Dabei werden unterschiedliche Orchestrierungsansätze vergleichend analysiert, darunter regel- und workflowbasierte Verfahren, graphbasierte Ansätze sowie LLM-basierte Strategien. Ein weiterer Fokus liegt auf der möglichst einfachen Integration neuer Agenten durch standardisierte Selbstbeschreibungen, automatische Validierungsschritte und interoperable Kommunikationsschnittstellen.
Neben der prototypischen Entwicklung werden auch wissenschaftliche Fragestellungen untersucht, beispielsweise:
- Wie viel Autonomie sollten einzelne Agenten besitzen?
- Wie sichtbar sollte die Multi-Agenten-Struktur für Nutzende sein?
- Welche Aufgaben eignen sich für LLM-basierte Entscheidungsprozesse und welche eher für deterministische Verfahren?
- Wie lassen sich heterogene Agenten robust und skalierbar integrieren?
- Welche Orchestrierungsstrategien eignen sich am besten?
- Wie lassen sich konversationelle Multi-Agentensysteme systematisch evaluieren?
Die Evaluation erfolgt anhand realistischer Anwendungsszenarien aus dem industriellen Umfeld. Dabei werden unter anderem Qualität, Robustheit, Latenz, Nachvollziehbarkeit und Nutzererfahrung analysiert. Das Projekt verbindet aktuelle Forschung zu Multi-Agentensystemen, Conversational AI und LLM-Orchestrierung mit praxisnahen Anforderungen aus der Industrie.
Software Campus Partner: TU Berlin und Bosch
Umsetzungszeitraum: 01.01.2026 – 31.12.2027








































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