Es startet mit unternehmerischem Denken
Am 2. und 3. September 2026 drehte sich beim Entrepreneurship Workshop 2026 alles um Unternehmertum als mögliche Karriereperspektive für Forschende. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von Software Campus, AI Grid und KI Garage ausgerichtet. Ziel war es, die Unterstützung für wissenschaftsbasierte Ausgründungen aus den Programmen weiter zu stärken.
Zum Auftakt gab das Team der KI Garage Einblicke in die Frage, was Unternehmertum ausmacht, und motivierte die Teilnehmenden mit Übungen, ein unternehmerisches Mindset zu entwickeln. Ein kreatives Problem-solving-Spiel half dabei, gewohnte Denkmuster zu verlassen und neue Probleme sowie Lösungsansätze zu entdecken.
Von der Forschung zu marktrelevanten Problemen
Ein Schwerpunkt des ersten Workshoptags lag auf der Übertragung von Forschung in die Praxis. Die Coaches betonten, wie wichtig es ist, Forschungsergebnisse in die Wirtschaft und in konkrete Anwendungen zu bringen. So können Innovationen ihren Weg in den Markt finden und in diesem Kreislauf wiederum zur Finanzierung von Wissenschaft und Forschung u.a. durch Steuern beitragen.
In Gruppen beschäftigten sich die Teilnehmenden zunächst mit der Identifizierung von relevanten Problemen und anschließend mit Marktrecherche. Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell eine Lösung zu präsentieren, sondern zunächst die Ausgangsprobleme genau zu verstehen und mit potenziellen Nutzer*innen ins Gespräch zu kommen.
Eine zentrale Empfehlung zum Abschluss des ersten Tages lautete entsprechend: „Focus on the problem and talk to people.“ Denn nur wer das Problem fokussiert und ausreichend kommuniziert, kann eine Lösung entwickeln, die den tatsächlichen Bedarf trifft.
Austausch mit Gründer*innen
Am Abend bot eine Networking-Veranstaltung Gelegenheit, mit Gründer*innen und Expert*innen aus dem Umfeld von NXTGN Startup Factory und KIT-Gründerschmiede ins Gespräch zu kommen. Johannes Zimmer, Gründer und CEO von Lytris, teilte Erfahrungen aus seinem Gründungsalltag und beantwortete Fragen dazu, wie sich die Verantwortung als Gründer mit dem eigenen Leben vereinbaren lässt.
Von der Idee zum ersten Pitch
Der zweite Tag führte den Prozess von der Problemerkundung zur Entwicklung konkreter Lösungen weiter. Auf dem Programm standen unter anderem Ideation und Solution Design, Value Proposition und Geschäftsmodelle sowie die Gestaltung eines Minimum Viable Product (MVP) und dessen Validierung. In Gruppen arbeiteten die Teilnehmenden an ihren Ansätzen und bereiteten abschließend einen Pitch vor.
Dabei wurden auch verbreitete Vorstellungen über Unternehmertum hinterfragt: Was unterscheidet eine Erfindung, eine Innovation und Neuheit? Und muss eine Gründungsidee tatsächlich immer die allererste ihrer Art sein? Die Auseinandersetzung mit diesen Fragen öffnete den Blick dafür, dass unternehmerisches Potenzial nicht nur in völlig neuen Technologien liegen kann, sondern auch in ihrer überzeugenden Anwendung und Weiterentwicklung.
Den Abschluss bildete eine Pitch-Session, in der die Gruppen ihre Startup-Ideen präsentierten und von einer Jury Feedback erhielten.




















































































































































