Wenn Informatiker*innen bei ihren Projekten mit den Unternehmenspartnern im Software Campus zusammenarbeiten, gewinnen sie wertvolle Einblicke in die praktischen Anwendungsmöglichkeiten ihrer Forschung. Entscheiden sie sich nach ihrer Promotion jedoch für eine nicht-akademische Laufbahn, fällt es ihnen oft schwer, sich an diese „neue Welt“ anzupassen. Fähigkeiten wie die Darstellung der eigenen Kompetenzen in einem für Personalverantwortliche verständlichen und ansprechenden Lebenslauf oder die richtige Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche müssen erlernt und verfeinert werden. Doch genau diese Fähigkeiten weiterzuentwickeln, kommt während der akademischen Ausbildung oft zu kurz.
Um auf die Schwierigkeiten bei einem Übergang in den privaten Sektor aufmerksam zu machen und erste, praktische Unterstützung anzubieten, haben wir unsere Teilnehmer*innen zum Workshop „Beyond Academia: Career Transition Workshop for AI Researchers“ ins Dockland in Hamburg eingeladen. Der Workshop wurde in Zusammenarbeit mit Women in AI Hamburg, Artificial Intelligence Center Hamburg (ARIC) und AI Grid durchgeführt, mit Unterstützung von NORDAKADEMIE und Software Campus.
Gestartet wurde mit persönlichen Karriereeinblicken von
- Arne Ewald, Professor für Data Science bei NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft
- Madhura Thosar, Senior Data Scientist bei Jungheinrich Digital Solutions AG & Co. KG
- Dr.-Ing. Maryna Feierabend, Digital Innovation & Enterprise AI Lead bei der Hamburger Energiewerke GmbH
Nach diesen wertvollen Eindrücken kamen die Teilnehmer*innen in Gruppenarbeiten zusammen und reflektierten über ihre eigenen Wege und Fähigkeiten, unterstützt von jeweils zwei Mentor*innen pro Gruppe. Die Software-Campus-Alumnae Dr. Marion Wiese und Dr. Laura Seiffe waren, zusammen mit unserer Projektmanagerin Dr. Natalia Teixeira Silva, Teil des Mentor*innenteams. Die Notwendigkeit, sich mit diesen Soft Skills auseinanderzusetzen, wird oft übersehen, da es sich in der Regel um einen stillen Lernprozess handelt, den jeder für sich selbst durchläuft, wie einige Mentor*innen selbst festgestellt haben. Aufgrund ihrer eigenen, ganz besonderen beruflichen Laufbahnen und da sie den Karrierewechsel in den privaten Sektor selbst durchlebt haben, konnten die Mentor*innen ihre Erkenntnisse mit den rund 50 Teilnehmenden teilen, die diesen Schritt vielleicht bald selbst gehen werden.
Die Mentor*innen ermutigten die Teilnehmenden alle ihnen offenen Möglichkeiten wahrzunehmen, auch welche abseits des „Offensichtlichen“. Darüber hinaus wiesen sie darauf hin, dass, obwohl Veränderungen und das Verlassen der Komfortzone zwar zunächst beängstigend wirken können, man diesen Schritt keinesfalls allein bewältigen muss. Der Aufbau eines starken, sicheren Netzwerks ist zentral für die eigene Selbstsicherheit bei dem nächsten Karriereschritt. Außerdem ist es wichtig, sich des Werts und der Expertise bewusst zu sein, die man mit einem akademischen Hintergrund an den Verhandlungstisch bringt. Denn auch wenn es sich klischeehaft anhört, kann man andere nur davon überzeugen, wenn man sich dessen selbst bewusst ist.
Einen großen Dank an alle Mentor*innen, die mit ihrem Wissen diesen Workshop bereichert haben, und an alle Partner*innen, die uns geholfen haben, diesen Workshop erst möglich zu machen.
© Alina Zaslavska









































































































































