Training „Verteilte Führung & Selbstorganisation“ bei der Deutschen Bahn

Am 23. und 24. September hat DB Systel, der IT-Dienstleister der Deutschen Bahn, ihr erstes Training im Software Campus „Verteilte Führung & Selbstorganisation“ durchgeführt. Vor rund zehn Jahren begann DB Systel einen Transformationsprozess und arbeitet heute in vollständig selbstorganisierten Teams. Trainer Ingo Sauer lebt und lehrt diese Arbeits- und Organisationsweise intern sowie extern: Bei der DB Systel ist er Product Owner „Qualification 4 New Roles“, Transformationsbegleiter, systemischer Organisationsentwickler und Trainer. Zum Training lud DB Systel in den Digital Campus der Deutschen Bahn am Berliner Ostkreuz.

 

Persönliche Erfahrungen in selbstorganisierten Teams der DB Systel

Die theoretischen Grundlagen wurden mithilfe verschiedener Konzepte zu Führung sowie den Unterschieden zwischen Position, Funktion und Rolle innerhalb eines Teams erarbeitet. Anhand verschiedener Unternehmen wurde vorgestellt, wie unterschiedliche Rollenmodelle in der unternehmerischen Praxis angewendet werden. Bei der DB Systel beispielsweise wird die Führungsarbeit auf ein Netzwerk dezentral agierender, selbstorganisierter Teams aufgeteilt. Trainer Ingo Sauer hat aus erster Hand berichtet, wie das genau funktioniert und welche Erfahrungen er damit gesammelt hat. Auch die Teilnehmenden wurden zum persönlichen Austausch angeregt. In Kleingruppen teilten sie ihre Erfahrungen mit den besprochenen Konzepten und Theorien sowie die Auswirkungen, die sie damit erlebt haben.

 

Transformationsprozesse gut meistern

Die Teilnehmenden erweiterten außerdem ihr Wissen über Entscheidungsprozesse, Agilität und Führung in Veränderung. Sie lernten auch kennen, welche Arten, Gründe und Formen von Widerständen sowie welche Angstebenen das Verhalten von Mitarbeitenden steuern können. Ebenso erörterten sie die Auswirkungen von Macht und Autorität sowie psychologische Sicherheit und Empowerment auf Teams. Wie können die Voraussetzungen für psychologische Sicherheit strukturell und persönlich geschaffen werden und wie könnten sich beide im Kontext von Veränderungen individuell verändern? Dazu berichtete Ingo Sauer aus seinen Erlebnissen mit Transformationsprozessen. Auch ganz konkrete Werkzeuge, z.B. zur Teamentwicklung, nahmen die Teilnehmenden mit: Sie sprachen über die Retrospektive, das Team Model Canvas sowie die Analyse und den Umgang mit Dysfunktionen im Team.

 

„Wie funktioniert Bahn?“

Aufgrund zahlreicher interessierter Nachfragen wurde das Training spontan um den Informationsblock „Wie funktioniert Bahn?“ ergänzt. Ingo Sauer berichtete über das Zusammenspiel von alter und neuer Technik, die Interaktion von Signaltechnik und Schienennetz sowie über das Zusammenspiel der einzelnen Bahnunternehmen.

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